1997

Aus Präzisionswerkzeugmechaniker-Wiki
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1. Februar 1997 – Geplanter Dachverband erstmals vorgestellt.[Bearbeiten]

Auf der Vorstandssitzung in Meerane, die sich in erster Linie mit dem bevorstehenden Verbandstag und der weiteren Zusammenarbeit mit dem BVS beschäftigte, wurde zum ersten Mal auch über die Möglichkeit eines vom FDPW und BVS zu gründenden Dachverbandes gesprochen, eine mögliche Konstruktion vorgestellt und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten aufgezeichnet.

21.– 23. März 1997 – Verbandstag in Magdeburg – ein weiterer Meilenstein in der Verbandsarbeit.[Bearbeiten]

Mit Magdeburg als Tagungsort wurde vom FDPW­-Präsidiums ein Versprechen eingelöst, den Verbandstag auch einmal in den neuen Bundesländern durchzuführen. Erstmals konnte mit Bundesinnungsmeister Hans Hesse jr. ein Vertreter des BVS offiziell auf einem FDPW­ Verbandstag begrüßt werden. In seiner Rede ging Gerhard Linner mit einer gewissen Besorgnis auf die sich abzeichnende Deregulierung des Schneidwerkzeugmechaniker­-Handwerks ein und betonte, dass es nicht mehr allein um eine angestrebte Zusammenarbeit mit dem BVS gehe, sondern um einen gemeinsamen Kampf ums Überleben. Es bestehe die Gefahr, dass in wenigen Jahren, falls es keine Einigkeit und keinen Zusammenhalt zwischen dem FDPW und dem BVS gebe, das Schneidwerkzeugmechaniker­-Handwerk völlig verschwinde und somit alles, was vor mehr als 10 Jahren mit der Gründung des FDPW be­ gonnen habe, umsonst gewesen sei. So war auch das Thema „Zusammenarbeit FDPW – BVS“ mit Abstand der wichtigste Tagesordnungspunkt. In einer regen Diskussion wurde nochmals in aller Deutlichkeit herausgestellt, dass Nicht­-Vollhandwerker (handwerksähnliche) über die einzelnen Regionalverbände des FDPW dem BVS beitreten könnten, wobei diese regionalen FDPW­Landesverbände die gleichen Rechte und Pflichten einer Mitgliedsinnung des BVS erhielten. Auch Bundesinnungsmeister Hans Hesse jr. unterstrich dieses Vorhaben und begrüßte es, dass sich der FDPW voll und ganz zum Schneidwerkzeugmechaniker­Handwerk bekannt habe. Rechtsanwalt Pürkner betonte in seiner Stellungnahme, dass nur durch gemeinsame Initiative von FDPW und BVS herannahendes Unheil für das Schneidwerkzeugmechaniker­-Handwerk abgewendet werden könne. Abschließend erklärte Herr Pürkner, dass er den zwischen FDPW und BVS ausgehandelten Vertrag eingehend geprüft habe und zu dem Schluss gekommen sei, dass es sich um einen fairen Vertrag handle, in welchem die Interessen des FDPW in keinster Weise beschnitten würden sowie die Eigenständigkeit beider Partner respektiert würde. Bei zwei Neinstimmen wurde der Vertrag angenommen und die Vereinbarung zwischen FDPW und BVS über eine Zusammenarbeit durch den Rechtsanwalt rechtskräftig bestätigt. Nach diesem eindeutigen Vertrauensbeweis waren die Weichen klar gestellt, um gemeinsame Schritte im Kampf zum Erhalt des Schneidwerkzeugmechaniker­Handwerks einzuleiten. Erfreuliches konnte der Geschäftsführer der AFAG Messen und Ausstellungen Augsburg bekannt geben. Die erste internationale Fachmesse für den Bereich Schleiftechnik sei startklar. Zum Abschluss des Verbandstages traten Gerhard Linner und Hans Hesse jr. gemeinsam ans Rednerpult und versicherten übereinstimmend zum Wohle aller Mitglieder kämpfen zu wollen. Bei dieser Gelegenheit erklärte der Bundesinnungsmeister seinen Beitritt zum FDPW und so endete der Verbandstag mit einem gemeinsamen Schlusswort: Es gibt nichts gegeneinander – aber alles miteinander zu gewinnen! Wie in den Jahren zuvor gab es auch während der Tage von Magdeburg ein reichhaltiges Rahmenprogramm. Zunächst eine recht erfolgreiche Hausausstellung mit Stehparty. In einem 450 m² großen Ausstellungszelt hatten 42 Ausstellerfirmen ihr weitgefächertes Angebot auf gebaut. Eine Modenschau für Berufskleidung sorgte für Stimmung und Abwechslung. Für die Damen wurde erstmals am Vortag eine offene Diskussionsrunde zum Thema Büroorganisation – Datenverarbeitung – Bürokommunikation angeboten. [[Datei:1997 BVS FDPW Zusammenarbeit.jpg|350px|thumb|right|14. Juni 1997 – BVS-Präsident Hans Hesse jr. und FDPW-Präsident Gerhard Linner unterzeichnen die Vereinbarung zur Zusammenarbeit.]]

14. Juni 1997 – Neunzigster Verbandstag des BVS – Gerhard Linner und Klaus Beck in BVS­Vorstand gewählt.[Bearbeiten]

In Kassel fand der 90. Verbandstag des Bundesverbandes Schneid­- und Schleiftechnik statt. Als offizielle Vertreter des FDPW waren Präsident Gerhard Linner und Vorstandsmitglied Klaus Beck anwesend. Im Rahmen der Delegiertenversammlung wurde die Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen BVS und FDPW einstimmig angenommen und das Papier von den beiden Präsidenten unterzeichnet. Die anstehende Nachwahl der beiden FDPW­Vertreter brachte ebenfalls ein erfreuliches Ergebnis. Gerhard Linner und Klaus Beck wurden einstimmig in den BVS­Vorstand berufen.

22. Juli 1997 – Gerhard Linner stellvertretender Obermeister der Innung Südbayern.[Bearbeiten]

Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Schneidwerkzeugmechaniker­Innung Südbayern in München wurde FDPW­-Präsident Gerhard Linner zum stellvertretenden Obermeister der südbayerischen Innung gewählt. Ein wichtiger Meilenstein in der Verbandsgeschichte!

4. September 1997 – Erste Gespräche beim ZDH wegen Deregulierungsmaßnahmen.[Bearbeiten]

Wegen der geplanten Deregulierungsmaßnahmen fanden beim Zentralverband des Deutschen Handwerks die ersten Vorgespräche mit Herrn Linner, Herrn Hesse und Herrn Butz statt.

9. September 1997 – Verhandlungen im Wirtschaftsministerium.[Bearbeiten]

Bei diesen Verhandlungen in Bonn im Bundesministerium für Wirtschaft traten zum ersten Mal FDPW und BVS gemeinsam im Kampf zum Erhalt des Schneidwerkzeugmechaniker­Handwerks in Erscheinung.

10. Oktober 1997 – FDPW­-Seminar bei Carl­ Zeiss Jena.[Bearbeiten]

Im Hause von Carl­ Zeiss Jena fand ein interessantes Tagesseminar „Flexible Fertigung und Qualitätssicherung in der Präzisionswerkzeugfertigung“ statt. Das Schleifen von Norm­- und Sonderwerkzeugen sowie Werkzeugschleifen mit standard­- und profilgebundenen Schleifscheiben und das Werkzeugschleifen als Herausforderung, Technologie – Schleifwerkzeuge – Abrichtverfahren waren die wichtigsten Punkte.

15. November 1997 – Tagesseminar im Hause der Fa. A. H. Schmidt.[Bearbeiten]

Auf Einladung des FDPW führte der bekannte Wirtschaftsberater und Wirtschaftsjournalist Walther Doering aus Sinsheim in den Räumen der Mitgliedsfirma August Heinrich Schmidt in Stuttgart ein Seminar mit betriebswirtschaftlichen Themen durch. Hier zogen die Themen Rechte, Pflichten und Taktik bei einer Betriebsprüfung und die Versorgung des Unternehmers bei Betriebsaufgabe, Übergabe und Scheidung das Hauptaugenmerk auf sich.

15. November 1997 – Landesverbandstag Baden­-Württemberg.[Bearbeiten]

Mit diesem Tagesseminar war der Landesverbandstag Baden­Württemberg gekoppelt. Dabei gab Bundesvorstandsmitglied Klaus Beck einen kurzen Zwischenbericht über den augenblicklichen Stand der Verhandlungen mit dem BVS sowie der GrindTec. Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde der bisherige Vorstand in seinen Ämtern einstimmig bestätigt.

Dezember 1997 – Immer mehr FDPW­ Mitglieder zertifiziert.[Bearbeiten]

Immer mehr Mitgliedsfirmen des FDPW hatten sich bis Jahresende nach DIN EN ISO 9002 zertifizieren lassen