2007

Aus Präzisionswerkzeugmechaniker-Wiki
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Erstmalig Schweizer Lehrlinge.[Bearbeiten]

Ab dem Schuljahr 2007 auch Schweizer Lehrlinge zur Ausbildung in der Staatlichen Berufsschule Bad Neustadt/Saale Nachdem die österreichischen Kollegen schon im Vorjahr die Möglichkeiten einer Ausbildung ihres Werkzeugschleifernachwuchses an der Schule in Bad Neustadt/Saale wahrgenommen hatten, entschloss sich nun auch der Vorstand vom VSPW in Bad Neustadt ausbilden zu lassen. Dabei hatte sich die Schulleitung der Jakob­Preh­Schule als sehr kooperativ gezeigt und ging auf die Wünsche der Schweizer Kollegen ein. Um allen VSPW­Mitgliedern die Möglichkeit zu bieten, die Jakob­Preh­Schule kennen zu lernen, organisierte der Verband eine Ausflugsfahrt zwischen dem 17. und 19. Mai 2007 nach Bad Neustadt/Saale.

Fachakademie der Schneid-und Schleiftechnik gegründet.[Bearbeiten]

Nach entsprechend zeitaufwendigen Vorarbeiten, wie die Erarbeitung einer Satzung sowie einer Geschäftsordnung, in der die angestrebten Ziele und Aufgaben genau definiert sind, hatte der Geschäftsführer im Vorfeld diese Unterlagen bei den Juristen des ZDH auf deren Richtigkeit überprüfen lassen. Nachdem diese grünes Licht erteilt hatten, konnte im Februar 2007 die FACHAKADEMIE DER SCHNEID­ UND SCHLEIFTECHNIK im Anschluss an eine Vorstandssitzung offiziell gegründet werden. Die anwesenden Mitglieder des Präsidiums und des Vorstandes zeichneten mit ihren Unterschriften als Gründungsmitglieder. Mit Stolz konnte Geschäftsführer Klaus­Dieter Körber darauf hinweisen, dass ihm diese Angelegenheit zum Abschluss seiner Verbandstätigkeit beim FDPW besonders wichtig gewesen sei und er die Fachakademie als sein Kind betrachte.

16.– 18. März 2007 – FDPW - Verbandstag im Hotel ARVENA PARK in Nürnberg – Verabschiedung von Verbandspräsident Wulf und Geschäftsführer Körber.[Bearbeiten]

Herbert Wulf begrüßte zunächst alle Anwesenden und Gäste – so im Besonderen: — Herrn Bürgermeister Förther als Vertreter der Stadt Nürnberg — Herrn Joachim Kalsdorf von der AFAG ­Messegesellschaft — Herrn de Ruiter vom holländischen Kollegenverband NPS — Herrn Josef Eberhard als Vertreter des FÖPW — das Ehepaar Betschart aus der Schweiz vom VSPW — Herrn Prof. Dr.­Ing. Klaus Weinert von der Uni Dortmund — den ersten Verbandspräsidenten und Mitbegründer des FDPW – Herrn Schaurich — den ehemaligen FDPW­BVS + ZentraS Präsidenten – Herrn Gerh. Linner — die beiden Vertreter vom ZDH – Herrn Geschäftsführer Holger Schwannecke und Herrn RA Klaus Schmitz von der ZDH­Rechtsabteilung — den Geschäftsführer von der Innung Nordbayern – Herrn Karl­Heinz Tiefel — und nicht zuletzt den künftigen FDPW­ Geschäftsführer Herrn Prof. Dr.­Ing. W. Saxler mit Gattin.

Nach den Grußworten folgte als erster Programmpunkt die Festansprache von Herrn Rechtsanwalt Holger Schwannecke, Geschäftsführer beim Zentralverband des Deutschen Handwerks in Berlin. Nachdem er die besten Grüße von ZDH­ Präsident Otto Kentzler übermittelt hatte, bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit und betonte, dass der ZDH solche Verbände wie den FDPW brauche, die Wert darauf legen die gebotenen Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. In seiner eigentlichen Ansprache ging Holger Schwannecke speziell auf den Mittelstand und dessen Probleme ein.

Herr Prof. Dr.­Ing. Klaus Weinert von der Universität Dortmund hob in seiner Rede zunächst die guten Verbindungen zum FDPW speziell im Hinblick auf die GrindTec hervor und erklärte, dass für ihn bei diesem Verbandstag die Vorstellung der neu gegründeten Fachakademie im Mittelpunkt stehe. Nachdem der bisherige Geschäftsführer Klaus­ Dieter Körber nach fast 20­jähriger Tätigkeit beim FDPW zum 30. Juni 2007 seinen Ruhestand antrete, stellte Gerhard Götz als dessen Nachfolger Herrn Prof. Dr.­Ing. Wilfried Saxler vor. Prof. Saxler gab dann einen kurzen Überblick zu seinem bisherigen Werdegang und nannte auch einige Ziele und Aufgaben, die er sich gleich zu Beginn seiner Tätigkeit beim FDPW gestellt habe.

Verbandspräsident Wulf verabschiedet sich.[Bearbeiten]

Herr Wulf betonte zu Beginn seines Rechenschaftsberichtes, dass man aus einer gewissen Verbundenheit heraus die Stadt Nürnberg als Sitz der AFAG­Messegesellschaft zum Tagungsort ausgewählt habe. Da Neuwahlen anstünden, müsse er in diesem Zusammenhang kurz auf den alten Vorstand eingehen. Man habe in den zurückliegenden Jahren sehr viel erreicht. Ehrlichkeit und Fairness hätten stets an erster Stelle gestanden und dafür wolle er sich bei allen Vorstandskollegen bedanken. Herr Wulf erinnerte an das von Beginn angegebene Bekenntnis zum Handwerk und so habe man auch den Messerschmieden, die nach Auflösung des BVS treuhänderisch übernommen wurden, das Versprechen gegeben, dieses ehrwürdige Handwerk weiterhin zu stützen. Nach den Worten des scheidenden Präsidenten habe die Ausstattung der Berufsschule Bad Neustadt/Saale mit modernsten Maschinen stets einen wichtigen Platz bei allen Überlegungen und Planungen eingenommen. Herr Wulf erinnerte an die Fördermitglieder und sprach Dank und Anerkennung für deren Maschinen­Sponsoring aus. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der zurückliegenden Verbandsarbeit sei das Zusammenwirken mit der Industrie, den Handwerkskammern und vor allem dem ZDH in Berlin gewesen. Er erinnerte in seinem Rückblick auch an die Schaffung der GrindTec, die zu Beginn gar nicht so freudig von den damaligen Fördermitgliedern aufgenommen wurde. Mittlerweile könne diese Messe als die Erfolgsveranstaltung bezeichnet werden. Er wies auf das gesunde finanzielle Fundament des FDPW hin. Mit Gründung der Fachakademie habe man einen weiteren Meilenstein gesetzt. Und so bedankte sich Verbandspräsident Wulf bei allen, die an dieser Erfolgsgeschichte beteiligt waren. Abschließend verabschiedete der Verbandspräsident zwei verdiente Vorstandskollegen, Dieter Jäger und Gerd Hoffmann. Weiterhin wurde der bisherige Geschäftsführer Klaus­Dieter Körber von Herrn Wulf verabschiedet.

Der Geschäftsführer begann seinen Rechenschaftsbericht mit einem kurzen Rückblick auf die zurückliegenden Jahre und dankte den Präsidenten und Vorstandskollegen, mit denen er zusammen ein Stück FDPW­-Geschichte schreiben durfte. Er wünschte Prof. Saxler viel Glück und Erfolg für die bevorstehende Arbeit. Nachdem man sich geeinigt hatte, dass die mittlerweile in die Jahre gekommene Verbandssatzung durch eine noch zu bildende Satzungskommission unter Mithilfe des ZDH auf den neuesten Stand gebracht wird, konnte die neu gegründete FDPW­-Fachakademie von Prof. Saxler, Herrn Christians und Prof. Weinert den Mitgliedern vorgestellt werden. Vizepräsident Gerhard Götz würdigte in seiner Laudatio den scheidenden Verbandspräsidenten Herbert Wulf und schlug vor, ihn zum Ehrenpräsidenten des FDPW zu ernennen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Der neue Vorstand wird gewählt.[Bearbeiten]

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis. Einstimmig wurden gewählt: — 1. Präsident – Jürgen Baldus — 1. Vizepräsident – Gerhard Götz — 2. Vizepräsident – Norbert Christians

In den Vorstand wurden einstimmig in alphabetischer Reihenfolge gewählt: — Udo Herrmann aus Velbert — Mark Hoppe aus Hannover — Volkmar Kanne aus Northeim — Georg Pirthauer aus Heidenheim — Gerd Renzelmann aus Bremen — Hans­Josef Rick aus Aachen — Uwe Schmidt aus Wurzen. Ins Ehrengericht wurden einstimmig gewählt: Johann Willms und Volker Schaurich.

In seinem Schlusswort bedankte sich der neu gewählte Verbandspräsident Jürgen Baldus für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er freue sich nun auf die ihn zukommenden Aufgaben. Am Samstagvormittag machten sich die mitgereisten Damen zusammen mit Frau Könicke als Führerin auf den Weg, um die altehrwürdige Stadt Nürnberg etwas näher kennenzulernen. Dabei war sicherlich ein Besuch bei Agnes Dürer im historischen Dürer ­Haus ein schönes Ereignis.

Auch in 2007 wurden die Kontakte zu den benachbarten Partnerverbänden weiter gepflegt.[Bearbeiten]

Aufgrund der Einladung durch den holländischen Präsidenten Marc de Rooy und den Vizepräsidenten Gerd de Ruiter an unseren Präsidenten erfolgte am 29. und 30. 3. 2007 ein Treffen mit dem niederländischen Fachverband NPS in Luxemburg. Die Firmen Ceratizit mit Sitz in Marmer und Oerlikon Balzers Coating mit Sitz in Differdange wurden besichtigt. Durch das Rahmenprogramm war es möglich viel zu fachsimpeln und neue Kontakte zu knüpfen.

26. – 28. April 2007: Fachverband SNAFOT lädt zur Messe Les Aff´Tech in Reims ein.[Bearbeiten]

Der kostenlose Messestand, der zusammen mit der AFAG zu Werbezwecken für die GrindTec genutzt werden konnte, stand zur Verfügung. Ferner berichtete Jürgen Baldus am französischen Verbandstag (27. 4. 2007) über die Lage unseres Berufsstandes auf dem deutschen Markt. An dieser Hauptversammlung nahmen internationale Fachverbände auch aus Großbritannien, Italien und der Schweiz teil.

Qualitätsmanagementbeauftragter und FDPW-Umzug nach Brühl.[Bearbeiten]

Da der neue Geschäftsführer Dr. Wilfried Saxler auch die Aufgabe des Qualitätsmanagementbeauftragten (kurz QMB) für den FDPW übernehmen sollte, waren einige Treffen im Vorfeld erforderlich, bevor er mit Herrn Baldus und Herrn Wolf am 15. und 16. Juni 2007 am mittlerweile alljährlichen Treffen der am QM­System beteiligten Mitgliedsunternehmen teilnahm. So gab es bereits im Mai anlässlich des internen Audits des Verbandes ein gemeinsames Treffen mit Herrn Wolf – dem FDPW-­Auditor – und dem externen Zertifizierungsauditor Herrn Hops von der LGA.

Nach einigen Vorbereitungen (Treffen mit dem ehemaligen und neuen Präsidenten und Geschäftsführern) erfolgte dann im August 2007 die eigentliche Auflösung der Geschäftsstelle in Kaufbeuren und der Umzug bzw. Transport von etlichen Ordnern nach Brühl. Offiziell bestand die FDPW-­Geschäftsstelle bereits seit dem 1. 7. 2007 in Brühl. Der neue Geschäftsführer Wilfried Saxler wird tatkräftig durch seine Frau Sabine bei der Büroarbeit unterstützt.

Sechs Vorstandssitzungen in 2007.[Bearbeiten]

Im Verlauf des Jahres 2007 fanden insgesamt sechs Vorstandssitzungen statt. Zu den wichtigsten Themen gehörte nach den Neuwahlen des Vorstandes und dem Wechsel des Präsidenten und Geschäftsführers: — die Planung und Einführung eines neuen Kommunikations­ und Marketingkonzeptes für den FDPW: nach Überprüfung von vier verschiedenen Angeboten wurde die Firma Conform Services vom FDPW damit beauftragt — die Neuentwicklung des Internetauftritts, eines neuen Logos für den FDPW sowie für die Fachakademie — die Organisation von Seminaren und Kennenlernen bzw. Gewinnung neuer Dozenten für die Fachakademie einschließlich der Zusammenarbeit mit der Universität Dortmund.

Vorbereitungen für GrindTec 2008 in vollem Gange.[Bearbeiten]

Besprechungen mit der Messegesellschaft , Mitwirken und fachliche Unterstützung des Wettbewerbs „Schleifer des Jahres“, Messebeiratssitzungen usw. — Vergünstigungen für den Kauf von RENAULT­Fahrzeugen — Abrufen von Informationen und Einrichten des internen Bereiches nur für FDPW Mitglieder auf der FDPW Homepage

2007 FDPW.jpg

Neues Marketingkonzept für FDPW.[Bearbeiten]

Der neu gewählte Vorstand hat sich in verschiedenen Sitzungen dazu entschlossen, ein neues Marketingkonzept für den FDPW zu entwickeln. Basis dessen ist die Restrukturierung des FDPW. So sollten die Aufgaben und Leistungen des Verbandes in vier Kompetenzfelder eingeordnet werden. Neben der Neustrukturierung sollte auch ein neuer Internetauftritt, neue Informationsmaterialien, einheitliche Emailadressen usw. entwickelt werden. Im Rahmen der Diskussionen kam so natürlich auch das Thema der Überarbeitung des FDPW-­Logos auf. Aber nicht nur das. Herr Baldus und Prof. Saxler erwähnten, dass sich alle anderen Verbände so nennen würden wie ihr Berufsbild, was sie vertreten. Sollte sich der Verbandsname FDPW nicht auch enger mit dem Berufsbild Schneidwerkzeugmechaniker in Verbindung bringen? Brauchen wir einen anderen Namen oder gar eine andere Bezeichnung als „FDPW“? Der Titel Werkzeugschleifer sei nicht mehr zeitgemäß und der Begriff Schneidwerkzeugmechaniker nicht so einfach integrierbar. Herr Pirthauer macht spontan zwei Vorschläge: „Fachverband Deutscher Präzisions­Werkzeugtechnik“ und „Fachverband der PräzisionsWerkzeugtechnik“. Doch nach langem Hin und Her wurde beschlossen: „Wir lassen es so, wie es ist“. Denn, der FDPW sei schließlich unter diesem Namen bekannt und die Kompetenz des Fachverbandes würde schließlich nicht durch den Namen geprägt.

Individuelle Gefahrenklassenprüfung für Werkzeugschleifbetriebe.[Bearbeiten]

Ein weiteres wichtiges Thema war im Jahr 2007 und 2008 eine Unzufriedenheit der Mitgliedsfirmen darüber, dass sie als Schleiferei durch die Berufsgenossenschaft in eine zu hohe Gefahrklasse eingestuft worden sind. Es rasselte Beschwerden. Der Vorstand ließ die Angelegenheit durch einen Rechtsanwalt prüfen. Nach einem Gespräch mit der Berufsgenossenschaft konnte erreicht werden, dass ein Werkzeugschleifbetrieb nach Einreichung eines Widerspruchs gegen den Einstufungsbescheid einer individuellen Prüfung unterzogen wurde. So war es möglich, dass alle betroffenen Betriebe künftig niedrigere Beiträge zu zahlen hatten.

Erweiterungsbau JPS.[Bearbeiten]

Am 5. bis 7. Oktober 2007 erfolgte in der JPS in Bad Neustadt die Einweihung des Erweiterungsbaus der Schule. An der Veranstaltung nahmen neben einigen Vorstandsmitgliedern auch Vertreter von Mitgliedsfirmen teil. Besonders hervorzuheben ist wohl auch, dass ab diesem Schuljahr 2007/2008 nicht nur aus Österreich, sondern auch aus der Schweiz stammende Auszubildende die Jakob­Preh­Schule als Berufsschule für unser Handwerk nutzen.

Inforeise in die Schweiz.[Bearbeiten]

Am 2. und 3. November 2007 fand wieder ein FDPW ­ Ausflug statt. Es ging in die Schweiz. Es wurden die Firma NUM AG in Teufen und die Firma TURBO SEPARATOR in Lichtensteig und Wattwill besucht und besichtigt.

Kennzahlensystem für den FDPW.[Bearbeiten]

Zum 1. November wurde von der Geschäftsstelle die Diplomandin und EDV­-Systemassistentin Nicole Heumann als Teilzeitbeschäftigte eingestellt. Sie entwickelte unter Anleitung von Prof. Saxler ein Programm zur Mitgliederverwaltung. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Rheinischen Fachhochschule Köln hatte sie die Aufgabe, ein unser Handwerk betreffendes Kennzahlensystem für den FDPW zu entwickeln. Beispiele für solche Kennzahlen sind „Umsatz pro Mitarbeiter“ oder „Investitionsanteil vom Umsatz“. Zu diesem Zweck wurde eine Mitgliederumfrage durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfragen wurden in anonymer Form den Mitgliedern zur Verfügung gestellt und veröffentlicht.