2010

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Holger Schwannecke bei der Eröffnung der GrindTec 2010.

2010 - ein schwieriges Jahr.[Bearbeiten]

Finanzkrise[Bearbeiten]

Die Finanzkrise hinterließ Spuren Das Jahr 2010 startete in einer schwierigen Situation. Viele Betriebe wussten Anfang des Jahres nicht, ob sie 2010 überstehen werden. Die Finanzkrise hatte Spuren hinterlassen. Durch die Möglichkeit der Kurzarbeit konnten viele Entlassungen verhindert werden. Sehr schleppend, aber stetig zog die Konjunktur wieder an. Dieser sehr verhaltene Aufschwung verursachte bei unseren Schleifbetrieben Vorsicht. Größere Investitionen traute man sich erst wieder in der zweiten Jahreshälfte. Das bestätigte uns zumindest einige der FDPW ­ Mitglieder. Bemerkenswert war, dass im Schneidwerkzeugmechaniker-­Handwerk zum 31.12. 2009 insgesamt 675 Betriebe in der Handwerkerrolle eingetragen waren. Das ist ein Plus von 30 Betrieben gegenüber dem 1.1. 2009. Und trotz der schwierigen Startbedingungen in 2010 sind dem FDPW wieder 15 neue Betriebe (11 Aktivmitglieder, 4 Fördermitglieder) beigetreten. In der Handwerkerrolle waren es Ende 2010 insgesamt 696 Betriebe – also nochmals eine Steigerung um 21 Prozent.

Zurückhaltung bei der Ausbildung.[Bearbeiten]

Ausbildung ist wichtig Die Zurückhaltung der Betriebe Anfang 2010 führte leider auch dazu, dass sich zu wenige entschlossen hatten auszubilden. Die Schülerzahlen an der Jakob­Preh­Schule stagnierten. In den letzten 10 Jahren konnte ein durchschnittliches Wachstum von 12 Schülern pro Jahr verzeichnet werden. Waren es im Schuljahr 2009/10 noch 167 Schneidwerkzeugmechaniker­Auszubildende, konnten zu Beginn des Schuljahres 2010/11 nur 165 verzeichnet werden. Die Situation in der Meisterausbildung war ähnlich. Der Vorbereitungskurs an der Meisterschule musste mit einer geringen Teilnehmerzahl von nur 10 Schülern durchgeführt werden. Es war allerdings davon auszugehen, dass sich diese Situation im Folgejahr wieder entspannt. Der Vorstand appellierte an die Betriebe dennoch, dass ein hohes Qualitätsniveau nur gehalten werden könne, wenn genügend Fachpersonal vorhanden sei.

Offizielle Vertragsunterzeichnung in der SIGNAL IDUNA Zentrale in Dortmund am 9. März.

Aufwärtstrend schon zur GrindTec 2010 erkennbar.[Bearbeiten]

Das Jahr 2010 war natürlich wieder – wie alle geraden Jahre – durch die Fachmesse GrindTec geprägt. Die angespannte wirtschaftliche Situation der letzten Monate hinterließ eine gedämpfte Stimmung. Doch allen Erwartungen zum Trotz übertraf die Messe wieder mal die letzte GrindTec. Dies drückte sich sowohl in der Steigerung der Besucherzahl als auch der Ausstellerfläche aus. Sie setzte positive Impulse, die über die Branche hinaus getragen wurden. Viele Journalisten hatten es sich zur Auflage gemacht dabei zu sein. Das war auch für den FDPW von Vorteil. Unser Bekanntheitsgrad nahm dadurch zu und wir gewannen an Aufmerksamkeit. Dies half wiederum bei politischen Entscheidungen.

Neue Dienstleistung für FDPW­-Mitglieder: der Versicherungs-­ und Finanzservice.[Bearbeiten]

Schon seit Mitte 2009 beschäftigte sich die FDPW­-Geschäftsstelle mit dem Thema, einen umfassenden Versicherungs­ und Finanzservice seinen Mitgliedern anbieten zu können. Nach langer Recherche­ und Analysetätigkeit wurde durch den Vorstand der Beschluss gefasst, eine Kooperation mit der SIGNAL IDUNA Gruppe einzugehen. Mehrere Rahmenverträge wurden hierzu vorbereitet und im März 2010 unterzeichnet. Da die Signal Iduna ein wichtiges Mitglied (auch Sponsor) im Zentralverband des deutschen Handwerks ZDH in Berlin ist, sind die Rahmenbedingungen unserer Betriebe dem Unternehmen bestens bekannt. Die Mitgliedsfirmen des FDPW können so durch diese Kooperation von den besonders günstigen Angeboten profitieren. Vertreten wird der FDPW durch die Generalagentur Attig mit Sitz in Bonn. Das Angebot gilt nicht nur für den betrieblichen Bereich, sondern es kann auch für private Absicherungen genutzt werden. Für diesen neuen Service wurde eine spezielle FDPW­-Homepage eingerichtet, über die sich die Mitgliedsfirmen informieren können.

Fachzeitschrift FORUM im Besitz des FDPW.[Bearbeiten]

Die Verbandszeitschrift FORUM der Schneidwerkzeug-­ und Schleiftechnik wurde seit den Anfängen des FDPW durch den langjährigen Geschäftsführer Klaus­Dieter Körber als Verleger und Redakteur ins Leben gerufen, aufgebaut und weiterentwickelt. Das war eine großartige Leistung. Herrn Körber sei an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

Neues Design und Layout der FORUM Schneidwerkzeug- und Schleiftechnik.

Mitte 2010, also mit Ausgabe Nr. 3, ging die Fachzeitschrift in den Besitz des FDPW über. Die Redaktions­ und Anzeigenleitung wurde an die Firma ConForm Services ausgelagert, welche zuvor das Design sowie das Layout der FORUM an das Corporate Design des FDPW angepasst hatte.

Neue Werkzeugposter.[Bearbeiten]

Bereits 2009 hatte der Vorstand mit der Entwicklung eines neuen Werkzeugposters begonnen. Schnell wurde klar, dass eine Übersicht aller Zerspan­- und Schneidwerkzeuge mit Bild und Benennung nicht auf ein einziges Poster im Format DIN A1 passten. So entstanden zwei Poster, getrennt nach den Themen Metall und Holz/Kunststoff. Das Vorstandsmitglied Dipl.­ Ing. (FH) Uwe Schmidt hat sich persönlich um den Aufbau und die Zusammenstellung des Bildmaterials gekümmert und sich so ehrenamtlich mit sehr vielen Stunden eingebracht. Die gelungene Übersicht wurde sogar an Schulen und Hochschulen eingesetzt. Dafür danken wir herzlich. Der Vorstand beschloss allen Mitgliedern je ein Poster kostenlos zur Verfügung zu stellen. So wurden bereits während der GrindTec die ersten Poster an Mitglieder ausgeteilt und an Interessierte verkauft.

Große Imagekampagne für das Handwerk.[Bearbeiten]

Ab Mitte Januar 2010 hat sich das Handwerk mit einer bundesweiten Imagekampagne neu positioniert. Im Internet, auf Plakaten und Veranstaltungen, in Tageszeitungen sowie Kino­ und Fernsehspots wurde und wird nach wie vor vermittelt, wie modern, innovativ und facettenreich das Handwerk ist. Eine repräsentative Forsa­Umfrage hatte 2008 ergeben, dass viele Deutsche die Bedeutung und Attraktivität des Handwerks unterschätzen. Insbesondere Jüngere beurteilten den Wirtschaftszweig kritischer als ältere Bürger. Ein hohes Ansehen ist aber wichtig, um z. B. Berufsnachwuchs zu finden. So galt das grundsätzliche Ziel der Kampagne, die Vielfalt des Handwerks bekannt zu machen. Vor allem soll sie aber Jugendliche für die Individualität der Produkte und Dienstleistungen begeistern. Deshalb informiert die Kampagne auch darüber, wie viel Hightech im Handwerk steckt und umgekehrt. Auch der FDPW wurde in diese groß angelegte Kampagne eingebunden, um für unser Schneidwerkzeugmechaniker­ Handwerk mehr zu werben. Auf der GrindTec wurde dies grafisch verdeutlicht.

Kampagnenlogo der Imagekampagne des deutschen Handwerks.
Werkzeugposter Metallbearbeitungswerkzeuge
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